Dieses Buch dokumentiert den zerstörerischen Beitrag der intensiven Landwirtschaft zum Humusverlust und zum Klimawandel. Gleichzeitig zeigt es auf der Basis wissenschaftlicher Untersuchungen und beispielhafter Projekte agrar- und ernährungskulturelle Alternativen auf und widerspricht vehement dem derzeit propagierten Klischee von der Kuh als Klimakiller.
von Idel, Anita
Metropolis Verlag für Ökonomie Gesellschaft und Politik , 2010, 2. Auflage, Reihe Agrarkultur im 21. Jahrhundert
, KT, 180 S.
ISBN: 978-3-89518-820-6
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Preis: 18,00 EUR (inkl. MwSt.)
Dr. Anita Idel stellt mit dem Rind als globalem Landschaftsgärtner einerseits und den extrem energiereich gefütterten Hochleistungstieren andererseits die Frage nach dem richtigen System: Kühe, Schafe und andere Wiederkäuer wandeln Weidefutter in Milch und Fleisch um. Sie sind prädestiniert für diejenigen Böden, die nicht beackert, aber beweidet werden sollten. "Kühe rülpsen Methan", 25 mal klimaschädlicher als CO2 (Kohlendioxid). Aber die landwirtschaftlichen Emissionen verursacht synthetischer Dünger für die großen Monokulturen zur Produktion von Kraftfutter in der Intensivlandwirtschaft. Die Düngung verbraucht viel Energie und setzt Lachgas frei - 295 mal klimaschädlicher als CO2. Dem entgegen können Rinder und ihre wiederkäuenden Verwandten sogar zur Begrenzung des Klimawandels beitragen. Der Grund? Grünland bedeckt ca. 40 Prozent der weltweiten Landfläche. Durch nachhaltige Weidehaltung wird Kohlenstoff als Humus im Boden gespeichert und fördert so die Bodenfruchtbarkeit. Dabei entlastet jede Tonne Humus im Boden die Atmosphäre um ca. 1,8 Tonnen CO2. Dieses Buch ist mehr als die Rehabilitierung der Kuh: Die Autorin dokumentiert den zerstörerischen Beitrag der intensiven Landwirtschaft zum Humusverlust und zum Klimawandel und lässt Menschen zu Wort kommen, die durch Weidewirtschaft mit Kuh und Co. und dem Wissen des 21. Jahrhunderts die symbiotischen Potenziale des Boden-Pflanze-Tier-Komplexes wiederbeleben. Dr. Anita Idel ist Tierärztin und war von 2005 bis 2008 Lead-Autorin des Weltagrarberichtes (IAASTD). Sie ist Mitbegründerin der Arbeitsgemeinschaft Kritische Tiermedizin (1983), des Genethischen Netzwerks (1986) und der Gesellschaft für Ökologische Tierhaltung (1991). Seit 1986 hat sie einen Lehrauftrag an der Universität Kassel inne. Als Mediatorin ist sie in den Spannungsfeldern Ökonomie und Tierschutz sowie Landwirtschaft und Naturschutz tätig.
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hinzugefügt am 04.02.2011 / letze Änderung am 18.05.2012" 314405Europe/Berlin="
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