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Am 26. April 1986 ereignete sich in der Stadt Prypjat, Ukraine (damals: Sowjetunion), eine katastrophale Kernschmelze und Explosion im Kernreaktor Tschornobyl Block 4.
Der Hergang des Unfalls, eine der größten Umweltkatastrophen überhaupt, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Bekannt ist diese Katastrophe unter dem russischen Namen der Nachbarstadt Tschernobyl, da Russisch zum Zeitpunkt der Katastrophe Hauptamtssprache war. Der korrekte ukrainische Name der Stadt lautet Tschornobyl. Besonders betroffen wurde das nahe gelegende Belarus (Weißrussland)
Wir päsentieren Ihnen, in Kooperation mit dem in Belarus engagierten Verein IBB (www.ibb-d.de), hier eine Auswahl von Buchtiteln zum Thema "Tschernobyl und die Folgen".
Dieser Ratgeber, der nach Tschernobyl entstand, informiert über natürliche Dekontaminierungsmethoden, Strahlenschäden nach Krebsbehandlung, radioaktive Belastung in Haus und Garten, Ernährung und allgemeine Verhaltensmaßnahmen. Er stellt die Ergebnisse neuer Arzneimittelprüfungen von Röntgenstrahlen und Plutonium sowie das ausführliche Arzneimittelbild von Radium bromatum vor. Außerdem werden einige Mittel zum Schutz vor Sonne und Ozon aufgeführt.
Über mehrere Jahre hat Swetlana Alexijewitsch mit Menschen gesprochen, für die die Katastrophe von Tschernobyl zum zentralen Ereignis ihres Lebens wurde. Was hier entstanden ist, sind eindringliche psychologische Porträts von Menschen, die sich ihre Zukunft in einer Welt der Toten aufbauen mussten. So sind eindringliche psychologische Porträts entstanden, literarisch bearbeitete Monologe, die von Menschen berichten, die sich ihre Zukunft in einer Welt der Toten aufbauen mussten. Die Texte weisen eine ungeheure Nähe zu den Betroffenen auf und sind Ausdruck einer Wahrnehmung, die höchster Sensibilität und journalistischer Perfektion entspringt. Das Erlebnis der Tschernobyl-Katastrophe ist, so S. Alexijewitsch, etwas "wofür wir noch kein System von Vorstellungen, noch keine Analogien oder Erfahrungen haben, (...) wofür nicht mal unser ganzes inneres Instrumentarium ausreicht." Das hat sich auch heute - 20 Jahre danach - noch nicht geändert.
Am 26. April 1986 ereignet sich im Kernkraftwerk von Tschernobyl eine Reaktorkatastrophe, bei der große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt werden. In der Sowjetunion, aber auch in den betroffenen Nachbarstaaten wird das Ausmaß der Katastrophe - ein GAU - lange heruntergespielt. Doch heute weiß jedes Kind: Tschernobyl ist der bislang schwerste Zwischenfall einer atomaren Katastrophe im zivilen Umgang mit den gewaltigen Kräften der Radioaktivität. Franz Josef Brüggemeier nimmt dieses historische Datum zum Anlass, um auf das Erwachen eines ökologischen Bewusstseins hinzuweisen und die Herausforderungen, die sich aus dem wirtschaftlichen Umgang mit der Natur ergeben, zu formulieren.
Dieses Buch erzählt die Geschichte der Familie Wachidow, deren Leben sich von einem Tag auf den anderen radikal wandelte: Sie gehörten zu den -tschernobylzy-, zu jenen Menschen, die den GAU hautnah miterlebten und aus der Sperrzone um den Reaktor evakuiert wurden. Und so erzählt Irina von der Flucht vor der unsichtbaren Gefahr, von der Sorge um ihr Töchterchen Julia und ihren Mann, der zu Aufräumarbeiten in die verstrahlte Ruine des Atomkraftwerkes geschickt wird. Wie die immer größer werdende Angst vor der Unsicherheit danach sie lähmt - aber auch von der Hoffnung und dem Mut, sich der Zukunft zu stellen. Mit kleinen, behutsamen Schritten gelingt den Wachidows schließlich der Weg hinein in ein neues Leben.
Vor zwanzig Jahre geschah in Tschernobyl das Unvorstellbare. Igor Kostin, der die ersten Bilder der Reaktorkatastrophe schoss, erzählt. Seine Nahaufnahmen aus 20 Jahren sind ein bewegendes menschliches Zeugnis, ein Mahnung.
Klar, dieses Buch hat nichts mit Tschernobyl direkt zu tun. Es ist die Geschichte eines (noch) fiktiven Atomunfalls in Deutschland, geschildert aus der Sicht der 14-jährigen Janna-Berta. Wissenschaftliche Fragen bleiben ausgeklammert. Keine Risikoanalysen, kein Folgenabschätzungen - stattdessen ein durchaus realistisches Szenario des Chaos, das ausbricht, wenn alle gesellschaftlichen Regeln nicht mehr gelten.Janna-Berta ist gerade in der Schule, als plötzlich ABC-Alarm gegeben wird... Ab 19. März 2006 ist die Verfilmung des Buches in den Kinos.
Zwei Schweizer, Peter Jaeggi und Hugo Jaeggi, dokumentieren das Jahr 12 nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Schülerinnen und Schüler haben für das Projekt Aufsätze geschrieben. Diese sind, zusammen mit eindrucksvollen Fotos, in diesem Buch veröffentlicht. Die belarusische Übersetzerin hat nach eigenen Worten geweint, als sie die Texte übersetzen musste. Wenn sie sich heute an das gemeinsame Buchprojekt erinnert, schreibt sie: -Mir sind Tschernobyl und seine Folgen erst im Jahre zwölf nach Tschernobyl bewusst und klar geworden. Bis dahin waren das Märchen, Geschichten, Gerüchte, die man im Familienkreis erzählt hat. Als ich 13 war (1987) gab es eine Sterbewelle von alten (und nicht mal so alten) Menschen; diejenigen, die in Tschernobyl waren, sind mit dunklen Flecken übersät gestorben; länger gelebt haben diejenigen, die jeden Tag Wodka getrunken haben? und so weiter. Was ich so aufschnappte und mir in Erinnerung blieb. Ich werde aber nie die Suche nach Seife und Shampoo, die nicht in Gomel produziert worden sind, vergessen. Da hat meine Mutter großen Wert darauf gelegt. Ich habe zwar verstanden, dass Tschernobyl daran schuld war, aber welche Folgen das wirklich haben kann, habe ich erst bei diesem Projekt verstanden.-
Alla Jaroshinskaja unternimmt ein schwieriges Experiment. Sie erzählt zunächst die Geschichte der Katastrophe von Tschernobyl aus der Sicht der Einheimischen. Schneidend scharf wird das Buch dann in seinem zweiten Teil, das 40 Geheimprotokolle aus den Kremlarchiven dokumentiert. Unerbittlich dokumentiert Alla Jaroshinskaja mit Namen und Funktion, wer durch sein Schweigen, durch seine Lügen und durch angepasstes Verhalten dazu beigetragen hat, dass Millionen von Menschen uninformiert, nicht gewarnt, ungeschützt von der Katastrophe frontal getroffen wurden. Sie nennt Journalisten, Lokalpolitiker, Parteifunktionäre und Wissenschaftler und gelangt schließlich bis an die Spitze des sowjetischen Staatswesens.
Die vorliegende Studie bietet erstmals eine eingehende Darstellung der Tschernobyl- und Atomenergiepolitik in Belarus und der Ukraine für die Jahre 1989 bis 1997. Dabei werden die historischen, politischen, radioökologischen und sozio-ökonomischen Faktoren ebenso wie das internationale Umfeld analysiert. Im Mittelpunkt steht vor allem die Frage, inwieweit die Auflösung der Sowjetunion und die schwierige Herausbildung von Nationalstaaten einen Kurswechsel in den beiden Politikbereichen herbeiführte. Durch diese Analyse werden gleichzeitig auch die unterschiedlichen Demokratisierungserfolge in Belarus und der Ukraine verständlich.
Der GAU, der Größte Anzunehmende Unfall: Am 26. April 1986 explodiert Block vier des AtomkraftwerksTschernobyl. Radioaktivität in der Größenordnung von 400 Hiroshima-Bomben wird freigesetzt, Radioaktivität, die schon bald Deutschland erreicht. Eine unglaubliche Vertuschungs und Täuschungskampagne beginnt, verniedlicht die Gefahr. Umweltschützer sehen sich vonWirtschaftsmächten belogen und betrogen, Eltern bangen um die Gesundheit ihrer Kinder. Dieser Film schildert in dramatischen Bildern den Hergang des Unglücks, die Verstrahlung vor Ort, das Schicksal der an Schilddrüsenkrebs erkrankten Kinder - und die Stimmung der durch Katastrophennachrichten sensibilisierten deutschen Bevölkerung - vom Waldsterben über die verseuchte Muttermilch bis hin zur geplanten Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoffein Wackersdorf. (44 Min. DVD)